Die Umweltinitiative der TU Dresden stellt sich und ihre Arbeit vor

In der TU-Umweltinitiative (tuuwi) engagieren sich seit über 30 Jahren Studierende der TU Dresden (TUD) aller Fachrichtungen und Semester für Umweltschutz und Klimagerechtigkeit – nicht nur auf dem Campus.
Hier stellt sich die Initiative selbst vor:

Ein besonderer Schwerpunkt liegt in der studentisch-selbstverwalteten Umweltbildung:
Die tuuwi organisiert Umweltbildungsangebote mit dem Ziel alle Studierenden (und darüber hinaus!) für Umwelt- und Nachhaltigkeitsthemen zu sensibilisieren und mit wissenschaftlichen Erkenntnissen in Kontakt zu bringen.

In Zeiten der Klimakrise kann besonders die Bildung zu umwelt- und klimarelevanten Themen zu einem wachsenden Bewusstsein und letztendlich zur sozialökologischen Transformation beitragen. Unsere öffentlichen Bildungsangebote werden als Teil des Studium Generale-Angebotes von Studierenden fakultäts- und semesterübergreifend besucht und bieten den Studierenden die Möglichkeit, die erworbenen Kompetenzen und das vermittelte Wissen als Multiplikator*innen in ihre Studiengänge zu tragen.

Die üblichen Ringvorlesungsformate werden durch alternative Lehrformate wie Podiumsdiskussionen, Projekttage, Workshops und Exkursionen ergänzt bzw. unterstützt. Auch wenn wir auf dem Campus agieren, ist bei uns und unseren Angeboten jede*r herzlich willkommen! Aktuelle und weitere Informationen zu unserem Bildungsangeboten findet ihr immer hier: https://tuuwi.de/vorlesungenseminare/

Aktion überfluTUng

Die unabhängige Studierendengruppe „überfluTUng“ (bestehend aus verschiedenen (Umwelt-)Guppen der TUD: tuuwi, Students4Future und anderen) verbreitet den beschlossenen klimapolitischen Forderungskatalog mit einer breitangelegten Social-Media-Aktion. Unter #überflutung2020 oder auf ihrer Webseite www.ueberflutung-tud.de werden die erarbeiteten, teils abgeänderten Forderungen in die Studierendenschaft getragen und Debatten angeregt, die letzt endlich zu erhofften Veränderungen führen.

Die Forderungen entstanden Ende 2019 aus der Studierendenschaft heraus. Sie wurden daraufhin von einer Projektgruppe des Studierendenrats (unter Moderation der tuuwi) aufgegriffen, in einem intensiven Prozess diskutiert und in die vorliegende Form ausgearbeitet. Der Entstehungsprozess bildet sich in der thematischen Breite der Forderungen ab. Die darin aufgegriffenen Handlungsfelder zeigen ein Verständnis des Klimawandels auf, das diesen nicht als ein reines Umweltproblem, sondern als mit gesellschaftlichen Prozessen verschränkt und in Wechselwirkung stehend, begreift. Die Forderungen sind mehr als eine Position des Studierendenrates – Sie zeigen den Handlungsbedarf an unserer Universität und darüber hinaus auf.

Nach dem Beschluss am 11.06.2020 des Studierendenrates (StuRa) der TUD, richtet sich nun die Studierendenschaft mit 20 Forderungen zum Thema Klimagerechtigkeit in den Bereichen Lehre und Forschung, Gestaltung des Campus und Ressourcenverbrauch, Struktur und Verwaltung sowie Außenwirkung und politische Positionierung an die Universitätsleitung. Die Forderungen legen ihren Schwerpunkt auf den Themen Klimagerechtigkeit und studentische Mitwirkung. Sie betonen die gesellschaftliche Bedeutung der Universität und weisen ihr eine Vorbildrolle zu. 

Die Forderungen gehen daher neben typischen Bereichen des Klimaschutzes, wie der Umstellung der Stromversorgung auf 100 Prozent erneuerbare Energien, auch grundsätzliche Fragen der Ausrichtung und Positionierung der Universität nach. So möchte der StuRa unter anderem eine Änderung der Grundordnung und der Qualitätsziele in Studium und Lehre, sodass Klimaschutz in Zukunft zu den Aufgaben der Universität gehört und Eingang in alle Studiengänge findet. 

Hier ein Auszug: „Forderung 11: Wir fordern alle Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der TU Dresden auf, in ihrer Lehre die Themen Nachhaltigkeit und Klimagerechtigkeit zu stärken und bspw. in der pädagogischen Ausbildung das UNESCO-Weltaktionsprogramm Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) umzusetzen. Dies muss auch im Ernennungsprozess von Lehrenden berücksichtigt werden.“

Forderungskatalog: https://tuuwi.de/wp-content/uploads/2020-06-26_Klimapolitischer_Forderungskatalog_updated.pdf

Aktion überfluTUng: https://ueberflutung-tud.de/info.html

Was machen wir sonst so?

Weiterhin arbeitet die tuuwi in verschiedenen Arbeitsgruppen, um die vielfäl­tigen Interessen der Mitglieder abzudecken. So bieten wir z.B. jedes Semester verschiedene Umweltfilmabende (inkl. Rahmenprogramm) im studentischen Kino „Kino im Kasten“ an. Ansonsten stehen auf dem Campus auch jeweils eine Bücherzelle vor dem HSZ und der Mensa Siedepunkt, wo fleißig Bücher getauscht werden. Dazu haben auch unsere selbst organisierten Orte des Austauschs und Rückzugs auf dem Campus Platz gefunden: Das „Wohlzimmer“ in der StuRa Baracke mit wöchentlicher Brotabholung und die Füllung des sog. „Fairteilers“ durch foodsharing Angebote oder unseren tuuwi-Gemeinschaftsgarten hinter der Baracke mit Selbsterntebeeten.

Aber auch hinter den Kulissen setzen wir uns für eine klimafreundliche und nachhaltige Universität ein. So stehen wir im engen Austausch mit verschiedenen Akteur*innen der TUD und stellen hier und da auch mal unangenehme Fragen oder erinnern die TUD an die Dringlichkeit der Klimakrise. Somit ist zum Beispiel Ende 2019 ein offener Brief an das Studentenwerk für die nachhaltige Umstellung des Mensa-Angebots erschienen. Dazu arbeiten wir stetig mit der Kommission Umwelt und der Umweltschutzgruppe der TUD zusammen und haben auch hier eine Überarbeitung der Universitätsstruktu­ren in Bezug auf Umwelt- und Klimaschutzverantwortlichkeit angestoßen. Alle Infos und viele weitere Aktionen der tuuwi findet ihr immer auf https://tuuwi.de/ oder auf unseren Social-Media-Kanälen (@tuuwi_dresden).

Falls ihr Lust auf ein gemeinsames Bildungsprojekt an der TUD habt oder ihr euer Thema Studierenden nahe bringen möchtet, meldet euch jederzeit gerne bei uns. Wir finden zusammen das passende Format. Kontakt: urv@tuuwi.de