Kürbis-Special: Rezeptvorschläge für ein nachhaltiges Halloween und andere Herbsttage #Folge 1: Der Klassiker – Kürbissuppe (mit Kokosmilch)

Halloween steht vor der Tür und wie so viele Feste in diesem Jahr wird auch der 31. Oktober 2020 Corona-bedingt nur unter Einhaltung bestimmter Hygiene- und Vorsichtsmaßnahmen gefeiert werden können. Doch egal ob Grusel-Fans oder Kostüm-Muffel: auch Zuhause lässt es sich schön machen, zum Beispiel mit leckerem Essen! In den nächsten drei Tagen stellen wir euch deshalb verschiedene Gerichte vor, die ohne Kürbis ebenso undenkbar wären wie Halloween selbst.

Schon gewusst?

Der Kürbis ist ein wirklich vielseitiges Gewächs: Die Bandbreite verschiedener Kürbissorten ist riesig und so auch die Unterschiede beim Gewicht – während einige Kürbisse nur wenige Gramm wiegen, erreichen andere ein Gewicht von mehreren Hundert Kilogramm! In unserem Kürbis-Special konzentrieren wir uns auf den Hokkaidokürbis. Der schmeckt nicht nur lecker, sondern lässt sich auch samt Schale und Kernen in der Küche verwerten, ist also ein wahrer Nachhaltigkeits-Allrounder! Auf Japanisch heißt diese Kürbissorte übrigens Uchiki Kuri – in Europa ist sie aber eher unter dem Namen ihrer ursprünglichen Herkunftsregion, der japanischen Nordinsel Hokkaidō, bekannt. Seit den 1990er Jahren wird der Uchiki Kuri auch in Europa angebaut. Aufgrund seines süßlichen, leicht nussigen Geschmacks wird er auch als Potimarron (marron: Französisch für „Esskastanie“) bezeichnet. Da Kürbisse zu bis zu 90% aus Wasser bestehen sind sie sehr kalorienarm, enthalten kaum Zucker und keine Säure. Stattdessen sind sie vitaminreich und enthalten viele wichtige Nährstoffe wie Betakarotin, Kalium und Eisen.

Bei Zimmertemperatur sind Kürbisse eine ganze Zeit lang haltbar. Ausgereift und unversehrt mit Stiel lassen sie sich im kühlen Keller sogar mehrere Monate lang problemlos lagern. Ein hohler Klang beim Klopfen auf die Schale ist übrigens ein gutes Zeichen für einen reifen Kürbis. Aber aufgepasst: Die sogenannten Zierkürbisse sind nicht zum Verzehr geeignet!

Nun aber zurück zum Hokkaido: Weil dessen Schale mitgegessen werden kann, lässt er sich beispielsweise schnell zu gedünstetem oder im Ofen gebackenen Gemüse verarbeiten. Mit ein bisschen mehr Aufwand können daraus auch leckere Salate, Suppen, Eintöpfe, Aufläufe, Chutney oder Brot und sogar Risotto zubereitet werden. Und die, die es gerne süß mögen, sollten sich vielleicht mal an Kürbiskuchen, -kompott oder -konfitüre versuchen!

REZEPTVORSCHLAG 1: VEGANE KÜRBISSUPPE MIT KOKOSMILCH

Zutaten (am besten natürlich in Bio-Qualität und regional):

  • 1 kleiner Hokkaidokürbis
  • 2-4 Möhren
  • 1 Knoblauchzehe
  • 1 mittelgroße Zwiebel
  • 1 kleines Stück Ingwer (etwa 1-2 cm)
  • 1 Dose Kokosmilch
  • 1 EL Öl (z.B. Raps oder Kokos)
  • Gemüsebrühe
  • Gewürze (Salz, Pfeffer, Muskatnuss)
  • optional: Kurkuma- und Paprikapulver, frische Chilischote, Sesam, etwas Naturjoghurt

Zubereitung:

  • Kürbis und Möhren waschen (beides braucht in Bio-Qualität nicht geschält zu werden).
  • Knoblauch, Zwiebel und Ingwer schälen, kleinschneiden und anschließend mit einem Esslöffel Öl in einem hohen Topf anbraten.
  • In der Zwischenzeit (oder schon vorher) den Kürbis mit einem großen Messer zerteilen – aber vorsichtig, denn Hokkaido-Kürbisse sind sehr hart!
  • Kürbiskerne herauslöffeln (nicht wegschmeißen!) und das Kürbisfleisch samt Schale in mittelgroße Stücke schneiden.
  • Möhren würfeln und gemeinsam mit den Kürbisstücken in den Topf geben, beides kurz mit anbraten.
  • Den Topf mit Gemüsebrühe auffüllen, bis der Kürbis knapp bedeckt ist.
  • Gemüse ca. 15 Minuten kochen lassen, bis sich die Kürbiswürfel im Topf leicht zerteilen lassen.
  • Den Topf vom Herd nehmen und die Gemüsemasse mit einem Standmixer oder einem Pürierstab pürieren.
  • Die Suppe weiter erhitzen lassen, dann die Kokosmilch hinzugeben.
  • Abschließend mit Salz, Pfeffer und Muskatnuss abschmecken.
  • Noch ein bisschen vor sich hin kochen lassen – fertig!

Tipp:

Das Originalrezept gibt es hier. Wer es gerne scharf mag, kann der Suppe noch Paprikapulver (rosenscharf) und eine frische Chilischote hinzufügen. Mit etwas Kurkumapulver bekommt die Suppe außerdem einen leicht herben Geschmack und eine noch intensivere Farbe. Ein Klecks Naturjoghurt und etwas Sesam runden diese asiatisch angehauchte Variante der Kürbissuppe ab und sorgen dafür, dass auch das Auge mitisst. Für eine eher milde Variante ohne Chili (und optional auch ohne Kokosmilch, wenn die Suppe ganz regional bleiben soll) empfehlen sich zum Beispiel Balsamico und selbst geröstete Kürbiskerne.

Kürbis und Kürbissuppe lassen sich auch gut portionsweise einfrieren!