Genuss aus dem Glas: Obst und Gemüse einkochen für die kalte Jahreszeit

Die Tage werden kürzer, draußen wird es langsam kälter und die ersten herbstlichen Regenschauer ziehen durchs Land. Wie man sich zu Beginn der kalten Jahreszeit trotzdem ein paar sonnige Gedanken machen kann und wie sich frisch geerntetes Obst und Gemüse in dieser Zeit sinnvoll verarbeiten lassen, bevor es verdirbt, das verraten wir euch hier:

Um auch im Winter Obst und Gemüse aus eigenem und/oder regionalem Anbau genießen zu können, kann man die eigene Ernte einkochen und in Gläsern aufbewahren. Aus eingekochtem Obst und Gemüse lassen sich beispielsweise leckere Konfitüren, Kompott und Marmeladen oder aber auch Suppen, Soßen und Antipasti herstellen – und das nicht nur für den eigenen Gebrauch, denn die entsprechenden Produkte eignen sich gleichzeitig auch als leckeres und nachhaltiges Geschenk zu Weihnachten!

Wie das Einkochen funktioniert und welche Obst- und Gemüsesorten sich besonders gut dazu eignen, lässt sich in vielen unterschiedlichen Blogbeiträgen im Internet nachlesen. Die einfachsten Schritte und Fakten haben wir hier zusammengefasst:

Zu Beginn vielleicht erst einmal eine Begriffsklärung:

Einkochen/Einwecken bezeichnet den Vorgang, in welchem frisches oder bereits vorgegartes Obst und Gemüse in sterile Gläser abgefüllt wird, der Deckel verschlossen wird und die abgefüllten Gläser im Wasserbad erhitzt werden. Durch das Erwärmen entsteht ein Überdruck im Glas und die heiße Luft und der Wasserdampf entweichen, was durch Zischen im Einkochvorgang zu vernehmen ist. Ab da können die Einkochgläser vorsichtig mit der Zange aus dem Wasserbad entnommen werden und zum Abkühlen ruhig gelagert werden. Durch das Abkühlen entsteht ein Unterdruck im Glas, wodurch der Deckel luftdicht verschließt und keine Keime von außen mehr eindringen können.

Einmachen meint das Abfüllen von bereits erhitzten und/oder gekochten Lebensmitteln in sterile Gläser und wird häufig bei Konfitüren und Gelees angewandt. Durch das Abkühlen der verschlossenen Gläser bildet sich ebenfalls ein Vakuum. Fertig eingemacht lassen sich die verarbeiteten Lebensmittel sogar jahrelang lagern!

Besonders gut zum Einkochen geeignet sind beispielsweise Kirschen, Birnen, Pfirsiche und Äpfel, aber auch rote Beete, Kürbis, Gurken, Paprika, Pilze und Tomaten. Die Verarbeitung von eiweißreichem Gemüse wie Bohnen und Erbsen benötigt ein wenig mehr Zeit und Geduld, ist jedoch ebenfalls möglich.

Benötigt werden lediglich:

– Obst/Gemüse nach Wahl
– Zucker-/Salz-/Essig-/Zitronenwasser (je nach Geschmack)
– Gläser mit Deckel (ggf. eignen sich hier spezielle Einkochgläser)
– Kochtopf
– Backofen mit Backblech

Arbeitsschritte:

1. Gläser und Zubehör sterilisieren, indem es bspw. ausgekocht wird.

2. Obst und Gemüse entsprechend vorbereiten (schälen, schneiden, Kerne entfernen).

3. Einkochgut in sterile Gläser geben, mit Zucker-/ Salz-/ Essig-/ Zitronenwasser bis kurz vor dem Rand auffüllen und anschließend verschließen.

4. Zwischen Topfboden und Gläsern eventuell ein Geschirrtuch legen, um den Temperaturunterschied auszugleichen. Gläser in ausreichend Abstand im Topf platzieren.

5. Topf mit Wasser befüllen, die Gläser müssen ca. zu einem Dreiviertel mit Wasser bedeckt sein. Wasser langsam zum Kochen bringen.

6. Ab dem Zeitpunkt, ab dem das Wasser kocht, Einkochgut mit geschlossenem Topfdeckel einkochen.

7. Vor dem Entnehmen aus dem Topf mindestens 10 Minuten abkühlen lassen.

Sonst noch wissenswert:

Es ist auch möglich, die Gläser im Backofen „einzukochen“, dazu mehr unter: https://www.brigitte.de/rezepte/kochtipps/einkochen-schritt-fuer-schritt-anleitung-11237734.html.

Die passenden Einkochzeiten und -temperaturen für die verschiedenen Obst- und Gemüsesorten lassen sich beispielsweise in dieser Tabelle ganz einfach nachlesen.

Und nun viel Spaß beim Zubereiten!

Weitere Quellen:

https://www.mein-schoener-garten.de/gartenpraxis/nutzgaerten/obst-und-gemuese-einkochen-25756

https://utopia.de/ratgeber/obst-einkochen-grundprinzip-und-leckere-rezepte/