Unsäglich. Reflexionsraum für politisch korrekte Sprache

Sprache schafft Wirklichkeiten und im sozialpädagogischen Handlungsfeld ist die Sprache neben analogen Mitteln ein wichtiges Medium, in Kontakt zu kommen sowie Veränderungs- und Klarlegungsprozesse anzuregen. Die Auseinandersetzung mit der Macht von Sprache und ihren möglichen Wirkungen ist daher insbesondere in diesem Kontext sinnvoll und wichtig. Bewusst oder unbewusst können mittels Worten Ungleichbehandlung und Ausgrenzung z. B. aufgrund von Herkunft, sexueller Orientierung oder Hautfarbe stattfinden. Struktureller Rassismus und andere diskriminierende Strukturen werden gefestigt. Eine bewusste, diskriminierungssensible Sprache ist ein Mittel, um Jugendarbeit und –hilfe inklusiv(er) zu gestalten. Sie trägt dazu bei, Schutzräume für von Diskriminierung betroffene junge Menschen zu schaffen und setzt Impulse für die Auseinandersetzung mit gesellschaftlichen Ungleichheiten. Die Debatte um gesellschaftlich sanktionierte Worte, z. B. zu redaktionellen Eingriffen in der Kinder- und Jugendliteratur, braucht jedoch gute Argumente, um ein Mitdenken sowie die Reflexion und ggf. Veränderung von Einstellungen anzuregen. Das Seminar bietet Gelegenheit, Argumente zwischen »Das sagt man nicht!« und »Das wird man wohl noch sagen dürfen!« kennenzulernen. In einem Gedanken- und Reflexionsraum geht es nicht um das »Recht haben«, sondern um die Auseinandersetzung mit Meinungen und Haltungen, die für eine gerechte und bewusste Sprache werben.

Falls eine Umsetzung in Präsenz nicht möglich sein sollte, wird die Veranstaltung online durchgeführt.

Zielgruppe: Fach- und Führungskräfte der Sozialen Arbeit

Link zur Veranstaltung/ Anmeldung: https://www.agjf-sachsen.de/seminare/unsaeglich.html

Quick-Info

Wo? Walden e.V. - Basecamp
Eubaer Str. 233
09128 Chemnitz
Format Fortbildung
Zielgruppe Erwachsene
Themen Geschlechtergerechtigkeit, Postkolonialismus / Anti-Bias, Vielfalt, Partizipation, Menschenrechte
Region Chemnitz
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