Geschichte

Wem steht die Welt offen? - Globalisierung und Bewegungsfreiheit

In dem Unterrichtsbeispiel geht es um transnationale Mobilität von Menschen als eine Dimension
von Globalisierung. Es werden unterschiedliche Beweggründe für grenzübergreifende Mobilität
gegenübergestellt. Die Schüler*innen sammeln persönliche Gründe, „für längere Zeit in einem
anderen Land zu leben“ sowie Gründe, „warum Menschen fliehen“. Darauf aufbauend findet eine
Auseinandersetzung mit eigenen Privilegien, globaler sozialer Ungleichheit sowie den Themen
Flucht und Bewegungsfreiheit statt.

Was ist Rassismus?

Die Schüler*innen kennen eine Definition von Rassismus, Erscheinungsformen von
Alltagsrassismus und Widerstandsformen gegen Rassismus.
Den Schüler*innen wird deutlich, dass das Phänomen Rassismus komplex ist und gesellschaftlich
auf vielen Ebenen eine Rolle spielt.
Die Schüler*innen entwickeln ihre individuellen Wert- und Normvorstellungen auf der Basis der
freiheitlich-demokratischen Grundordnung in Achtung vor dem Leben, dem Menschen und vor
zukünftigen Generationen. (Werteorientierung)

Poster: Die wahren Kosten der Kohle

Das Mosaikposter „The True Cost of Coal“ („Die wahren Kosten der Kohle“) des Beehive-Design-Kollektivs aus den USA thematisiert die ökologischen und sozialen Auswirkungen des Kohleabbaus am Beispiel der Appalachen (USA) auf eine interaktiven und anschauliche Weise. Es steht stellvertretend für ähnliche Formen der Ressourcenausbeutung an vielen Orten der Welt.

Text: Rassismus als System

Rassismus ist  ein Gewalt- und Unterdrückungssystem, in das wir alle hineingeboren werden. Es gibt kein Leben außerhalb dieses Systems. Es ist jahrhundertealt, es prägt uns, und es dient als Mittel und Rechtfertigung für weiße Vorherrschaft. Wie andere Diskriminierungsverhältnisse kann es in einem 3-Schritt verständlich gemacht werden.

Völkermord bleibt Völkermord

In der damaligen Kolonie Deutsch-Südwestafrika, im heutigen Namibia, wurde der antikoloniale Widerstand der Herero und Nama von 1905-1908 brutal niedergeschlagen. Obwohl in der Wissenschaft als Völkermord anerkannt, weigerten sich lange alle aufeinanderfolgenden deutschen Bundesregierungen, diesen Völkermord anzuerkennen. Seit 2015 erkennt die deutsche Regierung den Vernichtungskrieg als Völkermord an, eine offizielle Entschuldigung hat es bisher jedoch nicht gegeben.

Broschüre Kolonialrassismus und Widerstand

Kolonialismus in Berlin, Potsdam, Dresden und Leipzig? Heute? Wie das? Und: Geschichte im Globalen
Lernen? Ja, Kolonialismus. Ja, heute. Und ja: Globales (Geschichts-)Lernen. Diese Broschüre setzt vor
der Haustüre an. Sie erzählt die Geschichten von Orten, Gebäuden, Gemälden und Traditionen, die
Kolonialismus bis in die Gegenwart tragen, die koloniales Denken und Sehen im Heute fortschreiben.
Die Hinterlassenschaften des Kolonialismus aus Stein und auf Leinwand lesen zu können, ohne ihre

Rassismus im Schulbuch

Aktuelle Studien zeigen, dass die Darstellungen des afrikanischen Kontinents und Schwarzer Menschen/ PoC in vielen Rahmenlehrplänen und Unterrichtsmaterialien einseitig, mit negativen Assoziationen verbunden und defizitorientiert sind. Diese stereotypen und kolonialrassistischen Darstellungen widersprechen dem Auftrag der Schule, kritisch-selbstreflektierende Persönlichkeiten heranzubilden, die fähig sind, das gesellschaftliche Leben auf der Grundlage der Demokratie, der Menschenwürde und der Anerkennung der Gleichberechtigung aller Menschen zu gestalten.

Der Kampf für die Unabhängigkeit

Den Schüler*innen werden verschiedene Wege der Dekolonisierung aufgezeigt. Anhand von Auszügen aus dem Jugendroman „Evil – Das Böse“ von Jan Guillou wird die Frage diskutiert, ob gewaltsamer oder gewaltfreier Widerstand aus auf Gewalt basierenden Unterdrückungssystemen herausführen kann. Dabei werden die Kolonialsysteme und antikolonialen Befreiungsbewegungen in Algerien und Indien untersucht. Im Zentrum wird dabei die Annahme stehen, dass der jeweilige Kontext – d.h. in erster Linie das Verhalten der Kolonialmacht – entscheidend für den Ablauf des Dekolonisierungsprozess war.

Ein Platz an der Sonne

Anhand einer Visualisierung auf einem Spielbrett lernen die Schüler*innen die Kolonialisierung Deutsch-Südwestafrikas kennen. Die deutsche Kolonialgeschichte war im Vergleich zur
Kolonialgeschichte anderer europ̈ischer Länder wie Frankreich, Großbritannien und Belgien nur von kurzer Dauer. Die Kolonialpolitik unterschied sich in Zielsetzung und Vorgehensweise jedoch
grundsätzlich nicht von der der anderen Staaten. Im Vordergrund stand die wirtschaftliche Ausbeutung der Kolonien. Der indigenen Bevölkerung wurde nur als Arbeitskräfte und als

War da was? - Deutschland und der Kolonialismus

Gerade in Deutschland ist die Geschichte des europäischen Kolonialismus und der deutschen Beteiligung an Invasion, Gewalt, Unterdrückung und Ausbeutung wenig bekannt. Meist findet daher auch keine Auseinandersetzung damit statt. In dieser Übung beschäftigen sich die Schüler*innen mit verschiedenen kolonialgeschichtlichen Ereignissen, die alle eine Verbindung zu Deutschland haben. Diese sollen sie auf einem Zeitstrahl in die richtige zeitliche Reihenfolge bringen. Anschließend setzen sie sich eingehender mit einzelnen dieser Ereignisse auseinander.