Ein Platz an der Sonne

Anhand einer Visualisierung auf einem Spielbrett lernen die Schüler*innen die Kolonialisierung Deutsch-Südwestafrikas kennen. Die deutsche Kolonialgeschichte war im Vergleich zur Kolonialgeschichte anderer europäischer Länder wie Frankreich, Großbritannien und Belgien nur von kurzer Dauer. Die Kolonialpolitik unterschied sich in Zielsetzung und Vorgehensweise jedoch grundsätzlich nicht von der der anderen Staaten. Im Vordergrund stand die wirtschaftliche Ausbeutung der Kolonien. Der indigenen Bevölkerung wurde nur als Arbeitskräfte und als Steuerzahler*innen eine Bedeutung zugesprochen. Die koloniale Expansion ging stets einher mit der Unterwerfung der indigenen Bevölkerung, mit der Einschränkung ihrer Bewegungsfreiheit, der Zerstörung ihrer Kultur bis hin – wie im Fall der Herero in Deutsch-Südwestafrika – der physischen Vernichtung ganzer Völker. Die Menschlichkeit wurde der indigenen Bevölkerung abgesprochen, was sich besonders deutlich an der Brutalität der Niederschlagung der beiden Aufstände in Deutsch-Südwestafrika und Deutsch-Ostafrika zeigte. Die indigene Bevölkerung akzeptierte die Unterwerfung durch die Kolonialmacht nicht, sondern zeigte durch verschiedene Aufstände ihren Widerstand. Allerdings stand sie stets einem gut ausgerüsteten Militär gegenüber, weshalb die Aufstände in den deutschen Kolonien niedergeschlagen wurden.

Zeitbedarf: 1 UE (45 Min.)

Dieses Unterrichtsbeispiel entstand im Rahmen des Umsetzungsprojekts zum Orientierungsrahmen für den Lernbereich Globale Entwicklung. Alle Unterrichtsbeispiele finden Sie auf der Themenseite.

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Format Arbeitsmaterial
Zielgruppe
außerschulischer Kontext Jugendliche
schulische Einrichtung Oberschule, Gymnasium
Klassen
Oberschule 7, 8
Gymnasium 8
Themen Weltpolitik, internationale Zusammenarbeit
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