Ein weiterer Blick – Kinderschutz migrationssensibel umsetzen

Eingewanderte Familien sind nicht häufiger und nicht seltener von einem Verdacht auf Kindeswohlgefährdung betroffen als nicht eingewanderte Familien. In der Umsetzung des Kinderschutzauftrags in und mit Familien mit Migrationsgeschichte stellen sich für Fachkräfte der Kinder- und Jugendhilfe jedoch teilweise spezifische Herausforderungen. Infolgedessen fällt eine Gefährdungseinschätzung bei dieser Zielgruppe uneindeutiger aus und die Zusammenarbeit mit den Eltern, Kindern und Jugendlichen gestaltet sich vor dem Hintergrund dieser Uneindeutigkeit und Unsicherheiten schwieriger.
Ein Gelingensfaktor im Zuge der Umsetzung eines (kultur- und migrationssensiblen) Kinderschutzes ist das sozialpädagogische Fallverstehen. Dieses ist notwendige Grundlage, um eine Gefährdungseinschätzung vorzunehmen, Kinder zu schützen und Familien bedarfsgerechte Hilfen anbieten zu können. Mit Blick auf Einwandererfamilien sind hierbei auch kultur- und migrationsspezifische Aspekte zu berücksichtigen, bspw. durch Migration bedingte Risikofaktoren und Ressourcen. Daneben wird das Fallverstehen immer auch von Vorurteilen der Fachkräfte mit beeinflusst, die es entsprechend zu reflektieren gilt. Im Input werden ausgewählte Aspekte eines migrations- und kultursensiblen Fallverstehens im Kinderschutz in den Blick genommen. Zudem gibt es die Möglichkeit, spezifische Fragen zu besprechen.

Quick-Info

Start 29.09.2026 09:00
Ende 29.09.2026 12:00
Wo? Onlineveranstaltung
Format Veranstaltung
Zielgruppe informelles/non-formales Lernen
Themen SDG 03 | Gesundheit, Wohlergehen und innere Entwicklung, SDG 10 | Vielfalt, Partizipation, Menschenrechte, SDG 16 | Konflikte, Frieden und Migration
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Veranstalter

AGJF Sachsen

Neefestraße 8209119Chemnitz

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