Ziele
Die Schülerinnen und Schüler erkennen an Lernstationen die Diskrepanz zwischen der natürlichen Lebenserwartung und der ökonomischen Nutzungsdauer von Nutztieren. Sie erschließen sich Fakten zum Antibiotika-Einsatz, dem Kükentöten sowie aktuellen Alternativen, um die öko-logischen und ökonomischen Grundlagen der Nutztierhaltung in Deutschland zu erfassen.
Auf Basis der gewonnenen Erkenntnisse analysieren und bewerten die Lernenden in Kleingruppen das Spannungsfeld zwischen ethischen Ansprüchen und wirtschaftlichen Notwendigkeiten. Sie diskutieren die Auswirkungen gesetzlicher Ge- und Verbote und wägen die Umsetzbarkeit von ökologischen und ökonomischen Aspekten gegeneinander ab.
In der moderierten Abschlussdiskussion formulieren die Schülerinnen und Schüler eine reflektierte Haltung zum Thema Tierwohl. Sie begründen ihre Position, um bewusste Entscheidungen zum Lebensmittelkonsum treffen zu können.
Lehrplananbindung
Das Unterrichtsbeispiel eignet sich in besonderer Weise für den fächerverbindenden und vernetzten Unterricht, da in der Klassenstufe 10 die Lehrpläne in vielseitigen Bezügen miteinander verbunden sind.
Oberschule, Biologie, Klassenstufe 10 – Lernbereich 3: Biologische Probleme der Globalisierung
Oberschule, Geographie, Klassenstufe 10 – Lernbereich 2: Der heimatliche Kulturraum im System globaler wirtschafts- und sozialräumlicher Entwicklungen
Gymnasium, Geographie, Klassenstufe 10 – Lernbereich 3: Wirtschaftsraum Sachsen
Zeitbedarf
3 – 4 UE (optimal als Doppelstunde für die Stationenarbeit)
Bei größeren Gruppen oder heterogenen Lerngruppen empfiehlt es sich, das Zeitbudget für das Stationenlernen flexibel zu erweitern, um eine gründliche Bearbeitung und individuelle Unterstützung sicherzustellen.