Kolonialrassismus - seine Kontinuitäten bis heute

Die sogenannte „Flüchtlingskrise“, Pegida und AFD zeigen es deutlich: Rassismus ist wohlauf in Deutschland - bis in die Mitte der Gesellschaft greifen rassistische Einstellungsmuster. Der Anstieg rassistisch motivierter Gewalttaten ist die direkte Folge.

Selten nur wird Rassismus in Deutschland bzw. seine Genese in einen historischen Kontext, der über den Nationalsozialismus hinausreicht, gestellt. Dies ist umso bezeichnender, als dass es im Wesentlichen die deutsche Kolonialzeit war, in der sich eine rassistische Weltsicht als herrschaftsrelevante Ideologie und Rechtfertigungsstrategie herausbildete. Kolonialrassismus bildet die Blaupause für heutige rassistische und eurozentristische Denk- und Deutungsmuster.

Die ursprünglich für diese Veranstaltung vorgesehene Referentin Josephine Apraku musste leider absagen, doch konnten wir glücklicherweise Jacqueline Mayen dafür gewinnen, das Referat zu übernehmen. Frau Mayen ist Afrikawissenschaftlerin (MA), politische Aktivistin und freie Bildungsreferentin. Darüber hinaus führt sie seit mehreren Jahren in Kooperation mit Berlin Postkolonial Stadtrundgänge in Berlin durch, die die Rolle der Frau während der deutschen Kolonialzeit beleuchten.

Frau Mayen wird in Ihrem Vortrag auf die deutsche Kolonialgeschichte und die damit verbundene Entstehung des Kolonialrassimus eingehen. Im Mittelpunkt wird dabei die Frage stehen, in welchen Formen kolonialer Rassismus bis heute in unserer Gesellschaft in Erscheinung tritt.

Veranstaltungsart: Vortrag mit Diskussion
Dies ist eine Veranstaltung der SEBIT. Der Besuch der Veranstaltung ist kostenfrei. Eine Anmeldung ist nicht nötig.

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