Kolonialismus im Norden II - Traditionswelten und Überlebensstrategien der Samen im hohen Norden Europas

Die Samen sind die Urbevölkerung des hohen europäischen Nordens. Als eine Folge der seit dem 18. Jahrhundert andauernden Kolonialisierung ihres ursprünglichen Lebensraums bilden sie heute in Finnland, Norwegen, Russland und Schweden eine zwar offiziell anerkannte, aber gleichwohl bedrohte kulturelle und sprachliche Minderheit.

Dr. Michael Rießler und Dr. Joshua Wilbur (The Freiburg Research Group in Saami Studies, Skandinavisches Seminar der Universität Freiburg) geben Einblicke in die jüngere samische Geschichte und in kulturelle Überlebensstrategien der Samen unter Berücksichtigung des sehr unterschiedlichen Umgangs mit dem (post-)kolonialen Erbe in den jeweiligen Ländern. Dabei nehmen sie insbesondere samische Traditionswelten und deren Wandel in den Blick: Rentierzucht als traditionellen Wirtschaftsbereich und Sprache als Ausdruck kultureller Identität. Inhaltliche Schwerpunkte liegen auf den Einflüssen von Mehrheitsgesellschaft und Moderne auf samische Traditionswelten und auf dem Umgang der Samen mit diesen vor dem Hintergrund ihrer Kolonialisierungserfahrungen.

Veranstaltungsart: Vortrag mit Diskussion
Der Besuch der Veranstaltung ist kostenfrei. Eine Anmeldung ist nicht notwendig.

Eine Veranstaltung der SEBIT in Kooperation mit der Evangelischen Akademie Meißen

 

Für Rückfragen wenden Sie sich an die Koordinationsstelle der SEBIT:
Tel: 0351/4923370
E-Mail: eine-welt@sebit.info

30.11.17

19:30

 

Haus an der Kreuzkirche, Saal Collum
An der Kreuzkirche 6
01067 Dresden