Kolonialismus im Norden I - Naturbeziehungen und kulturelles Erbe indigener Völker auf Kamtschatka

Erste Beschreibungen der indigenen Völker Kamtschatkas – der Itelmenen und Korjaken – aus der Mitte des 18. Jahrhunderts weisen auf brutale Übergriffe russischer Eroberer und deren Folgen hin. Die Kolonisation Kamtschatkas durch das Russische Reich und die Sowjetunion führte zu schwerwiegenden Einschränkungen der ursprünglichen Lebensgrundlagen der Einheimischen. Vor allem erzwungene Transformationen zur Sowjetzeit wirkten sich auf den Fortbestand natürlicher Ressourcen und des einzigartigen kulturellen Erbes aus.

Tjan Zaotschnaja (Gesellschaft für bedrohte Völker) und Dr. Erich Kasten (Kulturstiftung Sibirien) berichten von der Eroberung und Kolonisierung Kamtschatkas und ihren Auswirkungen auf die indigene Bevölkerung. Sie werfen Schlaglichter darauf, wie der Fischfang der Itelmenen und Korjaken heute durch die Nachwirkungen des Kolonialismus bedroht ist und wie Einheimische darum bemüht sind, indigenes Wissen und entsprechende Beziehungen zur Natur zu erhalten. Filmausschnitte
geben Einblicke in das einzigartige Leben der indigenen Bevölkerung und die Selbstwahrnehmung ihrer Lebenssituation im heutigen Russland.

Veranstaltungsart: Vortrag mit Diskussion
Der Besuch der Veranstaltung ist kostenfrei. Eine Anmeldung ist nicht nötig.

Dies ist eine Veranstaltung der SEBIT in Kooperation mit der Evangelischen Akademie Meißen

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