Koloniale Spuren im Rohstoffsektor: Kontinuität und Wandel der Rohstoffabhängigkeit am Beispiel Lateinamerikas

Seit der Kolonialzeit ist Lateinamerika durch den ‚Export von Natur‘ gekennzeichnet. Die Rohstofforientierung brachte immer wieder hohe Wachstumsraten. Es zeigte sich jedoch, dass die einseitige Ausrichtung auf den Export natürlicher Ressourcenentwicklung eher behindert. Dennoch avancierte das Rohstoffexportmodell zu Beginn des 21. Jahrhunderts erneut zu einem Hoffnungsträger vieler Regierungen der Region. Als Konsequenz schlitterte Lateinamerika mit dem Verfall der Rohstoffpreise erneut in eine wirtschaftliche Krise.

Der Vortrag analysiert die Extraktionsmodelle Lateinamerikas. Dabei werden die Gründe für die Rohstoffabhängigkeit der Region sowie deren wirtschaftliche, soziale und ökologische Folgen diskutiert. Die Verbindungen zum Lebensstil im Globalen Norden werden illustriert und alternative Ansätze diskutiert.

Referent: Dr. Stefan Peters, (Wissenschaftlicher Mitarbeiter des Fachgebiets internationale und intergesellschaftliche Beziehungen, Uni Kassel)
 

Veranstaltungsart: Vortrag mit Diskussion<
Der Besuch der Veranstaltung ist kostenfrei. Eine Anmeldung ist nicht nötig.

Dies ist eine Veranstaltung der SEBIT in Kooperation mit INKOTA-netzwerk e.V. (Regionalstelle Sachsen)

 

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