Koloniale Muster in der Entwicklungszusammenarbeit – Reflektion weißer Subjektivierung

Die karitativ angehauchte Entwicklungshilfe wurde aufgrund von Protest und Selbstreflektion durch neue Konzepte der „partnerschaftlichen Zusammenarbeit“, der „Hilfe zur Selbsthilfe“ und von dialogischen Ansätzen abgelöst.
Der Vortrag beleuchtet, wie und warum trotzdem und gerade auch von wohlmeinenden europäischen Entwicklungshelfer_innen (aber auch Wissenschaftler_innen, politischen Aktivist_innen) dabei häufig koloniale Muster reproduziert werden.
Anhand von Interviewauszügen eines Entwicklungshelfers werden die Konsequenzen der Verknüpfung eurozentrischen Fortschrittsdenkens mit einer spezifischen Vorstellung von Subjektivität veranschaulicht.

Isabelle Reimann stellt Ergebnisse aus ihrer Magisterarbeit in Ethnologie (Psychologie und Soziologie im Nebenfach) zur Diskussion. Sie war zuletzt Lehrbeauftragte am Leipziger Institut für Ethnologie für die Seminare „Postkolonialismus und (De-)Kolonialität“ und „Aktuelle Landnahmen: Lokale Entwicklungen und theoretische Zusammenhänge zum Green Grabbing.

Veranstaltungsart: Vortrag mit Diskussion
Der Besuch der Veranstaltung ist kostenfrei. Eine Anmeldung ist nicht nötig.

Dies ist eine Veranstaltung der SEBIT in Kooperation mit riesa efau.Kultur Forum Dresden
 

Für Rückfragen steht Ihnen die Koordinationsstelle der SEBIT gerne zur Verfügung:
Tel: 0351/4923370
E-Mail: eine-welt@sebit.info

28.11.17

20:00

 

riesa efau. Kultur Forum Dresden (Motorenhalle)
Wachsbleichstraße 4a
01067 Dresden