Fachvortrag: Koloniale Spuren im Rohstoffsektor - Kontinuität und Wandel der Rohstoffabhängigkeit am Beispiel Lateinamerikas

Seit der Kolonialzeit ist Lateinamerika durch den ‚Export von Natur‘ gekennzeichnet. Die Rohstofforientierung brachte stetige Wachstumsraten. Es zeigte sich jedoch, dass die einseitige Ausrichtung auf den Export natürlicher Ressourcen Entwicklung eher behindert. Dennoch avancierte das Rohstoffexportmodell zu Beginn des 21. Jh. erneut zu einem Hoffnungsträger vieler Regierungen der Region. Als Konsequenz schlitterte Lateinamerika mit dem Verfall der Rohstoffpreise erneut in eine wirtschaftliche Krise.

Der Vortrag analysiert Lateinamerikas Extraktionsmodelle. Dabei werden Gründe für die Rohstoffabhängigkeit der Region, sowie deren wirtschaftliche, soziale und ökologische Folgen diskutiert. Die Verbindungen zum Lebensstil im Globalen Norden werden illustriert und alternative Ansätze diskutiert.

Referent: Dr. Stefan Peters (Wissenschaftlicher Mitarbeiter, Fachgebiets internationale und intergesellschaftliche Beziehungen, Universität Kassel)

 

Diese Veranstaltung findet in Kooperation mit den Sächsischen Entwicklungspolitischen Bildungstagen (SEBIT) statt.

Sie ist Teil der Veranstaltungsreihe Ressourcengerechtigkeit und wird gefördert durch Engagement Global gGmbH im Auftrag des BMZ.

 

Weitere Informationen: www.inkota.de/ressourcen-reihe

23.11.17

19:00

 

Deutsches Hygienemuseum, Seminarraum 2
Lingnerplatz 1
01069 Dresden