Fachaustausch Selbstreflexion in der Organisation

Fachaustausch Selbstreflexion in der Organisation.
Selbstreflexivität als Grundlage für den Umgang mit institutioneller Vielfalt, Diskriminierung und Ungleichheit

Leipzig, 28.11.2019, 9 - 17 Uhr

Um gesellschaftliche Diversität in der Belegschaft, den Angeboten und erreichten Zielgruppen der Organisation angemessen zu repräsentieren, müssen Diskriminierungs- und Ungleichheitsstrukturen und die ihnen zugrundeliegenden Mechanismen analysiert und abgebaut werden, die die gleichberechtigte Teilhabe aller gesellschaftlicher Gruppen in der Organisation behindern. Ein Mechanismus, der verschiedene Formen von Diskriminierung untermauert, ist die Markierung von Menschen als „anders“ und „normabweichend“. Die zugeschriebenen oder abgewerteten Merkmale der „Anderen“ rechtfertigen ihre Herabwürdigung und Ausgrenzung. Wenn als „muslimisch“ wahrgenommene Menschen bspw. als „gefährlich“ oder „integrationsunwillig“ stigmatisiert werden, legitimiert das ihre Ungleichbehandlung und schreibt ihnen gleichzeitig die Verantwortung für ihren benachteiligten Status zu. Ähnliche Mechanismen spielen auch in anderen Formen der Diskriminierung eine Rolle, wobei eine Eigenverantwortung oder Wahlfreiheit suggeriert wird, obwohl Menschen oft aufgrund unveränderlicher Merkmale ausgegrenzt und abgewertet werden. Außerdem führt die Diskriminierung aufgrund mehrerer Merkmale zu spezifischen Formen von Benachteiligung, für deren Abbau ein sogenannter intersektionaler Ansatz notwendig ist. Zudem müssen unterschiedliche Mechanismen direkter oder indirekter Diskriminierung in der diversitätsorientierten Organisationsentwicklung berücksichtigt werden.

Konkrete Informationen zu Veranstaltungsort und Programm folgen in Kürze.

 

28.11.19

9:00 - 17:00

 

Universität Leipzig
Universitätsstraße 1
04109 Leipzig