Ethik

Reise einer Nachricht

Was wir über andere zu wissen glauben, ist oft eine Mischung aus Medieninhalten, Erzähltem (Sozialisierung) und eigenen Vorstellungen. Besonders wenn es um Fernwelten wie den Globalen Süden geht, nimmt dabei die Bedeutung von Medien zu. Wichtig ist daher, zu verstehen, wie Informationen bei der Übertragung verzerrt und verändert werden – und welchen Einfluss dies auf unsere Weltbilder und Denkweisen haben kann.

Textarbeit „Bericht aus einem Entwicklungsland

Die TN hören einen Beitrag über ein fernes Land und sollen erraten, um welches es sich handelt. Die Sprache ist dabei bewusst irreführend gewählt. Während die verwendeten Begriffe eher auf ein Land des Globalen Südens hinweisen, handeln die inhaltlichen Fakten von den USA. Die Auflösung dient der kritischen Reflexion entsprechend der Zielstellungen.

Die Albatros-Kultur

Die Teilnehmenden werden aufgefordert, eine Situation mit unbekanntem Hintergrund zu verstehen. Dabei wenden sie kulturell geprägte Interpretationen an, die im Anschluss irritiert und reflektiert werden.

Sie beobachten das Verhalten eines Mannes und einer Frau aus einer fiktiven Kultur, der s.g. "Albatros-Kultur". Sie teilen ihre Beobachtungen mit und interpretieren anschließend das Gesehene. In einer Auswertungsrunde werden die Interpretationen ausgewertet.

African Blues: Werbespot-Analyse Privat-Kaffee

Die Schüler*innen analysieren einen umstrittenen Kaffee-Werbespot. Dabei werden die Mechanismen von Werbung beispielhaft untersucht. Aktuelle Kontinuitäten der Kolonialzeit werden aufgezeigt und aus verschiedenen Perspektiven betrachtet. Optional können Blog-Postings ausgewertet werden.

Weltverteilungsspiel Auslandsberichterstattung

Weltverteilungen sollen in dieser Methode plastisch und greifbar veranschaulicht werden. Prozentverteilungen werden durch die Verteilung von Gegenständen oder Personen auf Kontinente großräumig visualisiert. Diese Methode verdeutlicht sehr eindringlich ungleiche Verteilungen, Zusammenhänge zwischen den verschiedenen Größen sowie zwischen den unterschiedlichen Weltregionen.

Spenden und Spendenwerbung

Auf der Grundlage von kritischer Bildanalyse werden stereotype Darstellungs- und Wahrnehmungsweisen in der Spendenwerbung hinterfragt. Die Schüler*innen analysieren Spendenwerbung und diskutieren die Inhalte, die auf Spendenbildern über andere Länder und Gesellschaften transportiert und produziert werden.

Pressefreiheit weltweit

Die Arbeit von Medien ist ein Indikator für die Demokratiefähigkeit eines Landes bzw. einer Gesellschaft. Welche Faktoren begünstigen oder erschweren jedoch die Arbeit von Medien weltweit? Welche Länder und Gesellschaften sind gut/schlecht aufgestellt und woran liegt das? Ist die Unabhängigkeit der Presse ein Privileg des Globalen Nordens? Mit diesen Fragen setzen sich die Schüler*innen mithilfe der Rangliste von Reporter ohne Grenzen auseinander.

Warm up/ Energizer Mediennutzung

Diese Methode dient der Darstellung der Mediennutzung durch Positionierung im Raum. Sie ist gut für den Anfang einer UE und kann mit anderen Methoden/Modulen gekoppelt werden. Abgefragt werden neben der Mediennutzung auch die Kriterien für die Glaubwürdigkeit von Informationen und Nachrichten.

Unser Umgang mit den Tieren

Für kein anderes Konsumgut der Welt wird so viel Land benötigt wie für die Herstellung von Fleisch und Milch. Obwohl nur 17 Prozent des Kalorienbedarfs der Menschheit von Tieren stammt, benötigen sie 77 Prozent des globalen Agrarlands. Das führt zu einem enormen Ressourcenverbrauch. Der starke Einsatz von Dünger und Pestiziden führt zu ausgelaugten Böden, Krankheiten der Landbevölkerung und Wasserknappheit. Der globale Fleischkonsum führt uns an die Grenzen unseres Planeten und verursachen neue, komplexe Probleme globalen Tragweite.

Grenzen überwinden - Projekttage für junge Menschen zu Kolonialismus

In diesem Projekttag wollen wir mit einer geschichtlichen Perspektive auf aktuelle gesellschaftliche Phänomene und ihren Zusammenhang mit Kolonialismus schauen. Die Bezüge zu heute darzustellen sind ein zentrales Element des Projekttages. Basiswissen über die deutsche Kolonialvergangenheit stellt dabei eine Grundlage dar. Ein Fokus liegt auf der Entstehung von Rassentheorien als pseudowissenschaftliche Legitimation der Ausbeutung. Die Einstellungen der Menschen, die bis heute fortwirken und zu denen auch Rassismus gehört, finden sich in aktuellen Diskursen, z.B.

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Ausländerrat Dresden e. V.
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Frau Miriam Knausberg