Menschenrechte / Kinderrechte

Gelebte Solidarität - Segundo Montes

Der Schirgiswalder Verein,,Eine Welt für alle e.V" hat seit 1991 Kontakt zu dem in Segundo Montes, El Salvador tätigen deutschen Entwicklungshelfer Rudi Reitinger. Inzwischen ist eine Partnerschaft gewachsen.

Regenwald zum Frühstück?! Palmöl (für Grundschulen)

In nahezu 50% unserer Supermarktprodukte ist Palmöl enthalten. Noch immer wissen die wenigsten Verbraucher, dass für diesen Rohstoff massiv Umwelt zerstört, Menschen vertrieben und ausgebeutet und eine Vielzahl von Pflanzen und Tieren ausgerottet werden. Indonesien, die Heimat der letzten freilebenden Orang-Utans, ist Hauptproduzent des Pflanzenfetts. Um die große Nachfrage befriedigen zu können, werden große Flächen tropischen Regenwaldes abgeholzt und brandgerodet. Gigantische Mengen Kohlendioxid werden dabei freigesetzt und tragen zur weltweiten Klimaerwärmung bei.

Planspiel Palmöl Verbrauchersiegel

Ziel des Planspiels ist es, den Teilnehmern die komplexe Problematik des zunehmenden Einsatzes von Palmöl aufzuzeigen. Mit der Veranstaltung soll folgendes erreicht werden:

Kinderrechte am Beispiel des Kinderhilfswerks UNICEF

Kennenlernen der Organisation UNICEF
- Perspektivenwechsel: das Leben eines Straßenkindes kennenlernen
- Sich mit den UN-Kinderrechten auseinandersetzen und deren weltweite
Bedeutung erkennen
- Perspektivwechsel üben und Empathie mit einem Straßenkind entwickeln
- Förderung der moralischen Urteilsfähigkeit
- Sich zur Bedeutung der Arbeit der Kinderrechtsorganisation UNICEF
positionieren

Wenn Deutschland kolonialisiert worden wäre

Der Kolonialismus wird als eine Ursache für heutige globale Machtverhältnisse und Ungleichheit

gesehen. Nach einer einleitenden Textlektüre, die die Perspektive auf den Kopf stellt, recherchieren die Schüler*innen zu den Auswirkungen des Kolonialismus auf gesellschaftliche, politische, wirtschaftliche, kulturelle und ökologische Bereiche des Kolonialismus bis heute.

Text: Rassismus als System

Rassismus ist  ein Gewalt- und Unterdrückungssystem, in das wir alle hineingeboren werden. Es gibt kein Leben außerhalb dieses Systems. Es ist jahrhundertealt, es prägt uns, und es dient als Mittel und Rechtfertigung für weiße Vorherrschaft. Wie andere Diskriminierungsverhältnisse kann es in einem 3-Schritt verständlich gemacht werden.

Völkermord bleibt Völkermord

In der damaligen Kolonie Deutsch-Südwestafrika, im heutigen Namibia, wurde der antikoloniale Widerstand der Herero und Nama von 1905-1908 brutal niedergeschlagen. Obwohl in der Wissenschaft als Völkermord anerkannt, weigerten sich lange alle aufeinanderfolgenden deutschen Bundesregierungen, diesen Völkermord anzuerkennen. Seit 2015 erkennt die deutsche Regierung den Vernichtungskrieg als Völkermord an, eine offizielle Entschuldigung hat es bisher jedoch nicht gegeben.

Öffentliche Erinnerung

„Die Stadtlandschaften Europas und Deutschlands sind geprägt von Spuren der Kolonialvergangenheit und Relikten kolonial-rassistischer Ideologie. Straßennamen vergegenwärtigen den ehemaligen ‚Kolonialbesitz‘, erinnern an einst beanspruchte Regionen, Orte und Ressourcen oder tragen Bezeichnungen, die Schwarze Menschen diskriminieren. Selbst koloniale Akteure werden bis heute unkommentiert mit Straßennamen und Denkmälern geehrt, durch die Kolonialisten noch immer glorifiziert und Kolonialisierte weiterhin gedemütigt werden‘ (May Ayim).

Broschüre Kolonialrassismus und Widerstand

Kolonialismus in Berlin, Potsdam, Dresden und Leipzig? Heute? Wie das? Und: Geschichte im Globalen
Lernen? Ja, Kolonialismus. Ja, heute. Und ja: Globales (Geschichts-)Lernen. Diese Broschüre setzt vor
der Haustüre an. Sie erzählt die Geschichten von Orten, Gebäuden, Gemälden und Traditionen, die
Kolonialismus bis in die Gegenwart tragen, die koloniales Denken und Sehen im Heute fortschreiben.
Die Hinterlassenschaften des Kolonialismus aus Stein und auf Leinwand lesen zu können, ohne ihre

Rassismus im Schulbuch

Aktuelle Studien zeigen, dass die Darstellungen des afrikanischen Kontinents und Schwarzer Menschen/ PoC in vielen Rahmenlehrplänen und Unterrichtsmaterialien einseitig, mit negativen Assoziationen verbunden und defizitorientiert sind. Diese stereotypen und kolonialrassistischen Darstellungen widersprechen dem Auftrag der Schule, kritisch-selbstreflektierende Persönlichkeiten heranzubilden, die fähig sind, das gesellschaftliche Leben auf der Grundlage der Demokratie, der Menschenwürde und der Anerkennung der Gleichberechtigung aller Menschen zu gestalten.