Geschichte / Kolonialismus

Koloniale Spuren im Rohstoffsektor: Kontinuität und Wandel der Rohstoffabhängigkeit am Beispiel Lateinamerikas

Seit der Kolonialzeit ist Lateinamerika durch den ‚Export von Natur‘ gekennzeichnet. Die Rohstofforientierung brachte immer wieder hohe Wachstumsraten. Es zeigte sich jedoch, dass die einseitige Ausrichtung auf den Export natürlicher Ressourcenentwicklung eher behindert. Dennoch avancierte das Rohstoffexportmodell zu Beginn des 21. Jahrhunderts erneut zu einem Hoffnungsträger vieler Regierungen der Region. Als Konsequenz schlitterte Lateinamerika mit dem Verfall der Rohstoffpreise erneut in eine wirtschaftliche Krise.

„Dienet dem Reich Gottes, nicht dem deutschen Reich!“ Mission in der Kolonialzeit am Beispiel des Leipziger Missionswerks

"Zuerst hatten wir das Land - und die Weißen, die kamen, die Bibel. Jetzt haben wir die Bibel - und sie das Land." Mission steht unter dem Verdacht, mit den Eroberern der Kolonien und den Kolonialbehörden eng zusammen gearbeitet zu haben. Andererseits distanzierten sich Missionare wiederholt von der skrupellosen Ausbeutung der einheimischen Bevölkerung.

(Un)sichtbares Erbe - eine postkoloniale Spurensuche in Dresden

Während eines Rundgangs beschäftigen wir uns mit den Spuren der kolonialen und postkolonialen Vergangenheit in Dresden. Dabei betrachten wir die Geschichte(n) von Orten, Gebäuden und Menschen. Was erzählt uns ein Gebäude wie z.B. das japanische Palais über Exotismus und die europäische Perspektive auf „fremde“ Kulturen? Gleichzeitig stellen wir aber auch die Frage, wie die damit verbundenen „Bilder“ bis heute wirken: Was hat diese Vergangenheit mit gegenwärtigen Fremdheitswahrnehmungen und mit gesellschaftlichen Phänomenen wie Rassismus zu tun?

Treffpunkt: Jorge-Gomondai-Platz

Kolonialismus im Norden I - Naturbeziehungen und kulturelles Erbe indigener Völker auf Kamtschatka

Erste Beschreibungen der indigenen Völker Kamtschatkas – der Itelmenen und Korjaken – aus der Mitte des 18. Jahrhunderts weisen auf brutale Übergriffe russischer Eroberer und deren Folgen hin. Die Kolonisation Kamtschatkas durch das Russische Reich und die Sowjetunion führte zu schwerwiegenden Einschränkungen der ursprünglichen Lebensgrundlagen der Einheimischen. Vor allem erzwungene Transformationen zur Sowjetzeit wirkten sich auf den Fortbestand natürlicher Ressourcen und des einzigartigen kulturellen Erbes aus.

Neoextraktivismus in Bolivien - Ein neues Entwicklungsmodell oder Ausdruck neokolonialer Wirtschaftsstrukturen?

In der entwicklungspolitischen Diskussion in Deutschland dürfte der Begriff „Neo-Extraktivismus“ noch einigermaßen ungebräuchlich sein. In Lateinamerika jedoch spielt er in der Ressourcen- und Umweltpolitik eine zunehmend bedeutsame Rolle. Neo-Extraktivismus bezeichnet hier den Rohstoffabbau unter der Kontrolle des Staates. Seit Beginn des 21. Jahrhunderts haben viele Regierungen Lateinamerikas erfolgreich versucht, den Rohstoffabbau in ihren Ländern unter eigene Kontrolle zu stellen.

Fachvortrag: Koloniale Spuren im Rohstoffsektor - Kontinuität und Wandel der Rohstoffabhängigkeit am Beispiel Lateinamerikas

Seit der Kolonialzeit ist Lateinamerika durch den ‚Export von Natur‘ gekennzeichnet. Die Rohstofforientierung brachte stetige Wachstumsraten. Es zeigte sich jedoch, dass die einseitige Ausrichtung auf den Export natürlicher Ressourcen Entwicklung eher behindert. Dennoch avancierte das Rohstoffexportmodell zu Beginn des 21. Jh. erneut zu einem Hoffnungsträger vieler Regierungen der Region. Als Konsequenz schlitterte Lateinamerika mit dem Verfall der Rohstoffpreise erneut in eine wirtschaftliche Krise.

Konzeptworkshop zu „Kolonialismus“ für Referent_innen

Planst du im Rahmen der Sächsischen Entwicklungspolitischen Bildungstage (SEBIT) dieses Jahr eine Schulveranstaltung oder einen Workshop zum Thema Kolonialismus? Aber du hast noch keine genaue Vorstellung, wie das Konzept aussehen könnte? Dann bist du beim Konzeptseminar genau richtig! Nach einer kurzen Einführung und einer individuellen Positionierung zum Thema wollen wir uns der Frage zuwenden:

„Wie können die Themen Kolonialismus und Kolonialrassismus im Unterricht oder in Projekttagen mit verschiedenen Altersgruppen methodisch umgesetzt werden?“

Webinar: Kolonialismus im Unterricht

Das Webinar am 9. Mai bietet einen Einstieg in rassismuskritische Unterrichtsgestaltung anhand des Themas deutsche Kolonialgeschichte.

Bis heute hat der deutsche Kolonialismus auf hiesige Denk- und Gesellschaftsstrukturen umfassende Auswirkungen. Kolonialrassismus prägt bis in die Gegenwart das Zusammenleben und die gesellschaftlichen Ungleich-Verhältnisse in Deutschland. Dennoch erfahren die Themen Kolonialismus und Kolonialrassismus im Schulunterricht bisher noch wenig Beachtung.

Kampf ums Überleben der Indigenen Guarani Kaiowá - Vortrag, Film und Diskussion

Bei der Veranstaltung wollen wir mit dem Anführer Ládio Veron über der aktuellen Lage der indigenen Guarani Kaiowá in Brasilien diskutieren. Die Guaraní sind die größte indigene Gruppe Brasiliens. Sie leben in der Bundesstaat Mato Grosso do Sul , an der Grenze zu Paraguay.

Seit Ankunft der ersten Siedler in der Region leiden sie unter sozialer Exklusion, Zerstörung ihres Lebensraums und der direkten Gewalt. Heute lebt die Mehrheit in kleinen, abgekapselten Reservaten, weit entfernt von ihrem Herkunftsland oder in Baracken am Straßenrand.