Jetzt in Sachsen: Landeskoordinatorin für BNE

Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) hat durch die Agenda 2030 mit ihren 17 Nachhaltigkeitszielen Rückenwind erhalten. Deutlich wird dies unter anderem durch die Einrichtung einer Landeskoordination am SMK. Seit Mitte Mai 2019 ist das Frau Magdalena Metzler im Referat Politische Bildung, Migration, Bildung für nachhaltige Entwicklung.

Die vom Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) und dem SMK gemeinsam getragene Initiative wird von Engagement Global gGmbH – Service für Entwicklungsinitiativen koordiniert. Bei Engagement Global sind neben dem Programm Lernbereich Globale Entwicklung in der Schule weitere Angebote angesiedelt, deren Ziel es ist, BNE im Schulsystem und Schulalltag zu verankern. Den Landeskoordinatoren bietet die Organisation Fortbildungen sowie Beratung und unterstützt sie bei der länderübergreifenden Vernetzung.

Was macht die sächsische Landeskoordinatorin?

Die Arbeitsgrundlage der Landeskoordinatorin bildet der Nationale Aktionsplan (NAP) zum Weltaktionsprogramm Bildung für nachhaltige Entwicklung (WAP) der United Nations Educa-tional, Scientific and Cultural Organization (UNESCO). Der NAP legt dar, wie BNE umgesetzt werden kann: auf struktureller Ebene beispielsweise durch systematische Berücksichtigung von BNE in Lehrplänen sowie bei der Aus- und Fortbildung von Lehrkräften; in der Praxis durch vielfältige Angebote und die Zusammenarbeit mit Partnern. Zur Umsetzung des NAP liefert der Orientierungsrahmen für den Lernbereich Globale Entwicklung, ein gemeinschaftliches Projekt der Kultusministerkonferenz und des BMZ, einen praktischen Beitrag: Er zeigt Schulen und Institutionen der Lehrerbildung, was jedes einzelne Unterrichtsfach zum globalen Lernen beitragen kann. Darüber hinaus gibt er Impulse zur anschaulichen Vermittlung relevanter Kompetenzen und Inhalte des globalen Lernens.

In Sachsen liegt der Schwerpunkt der Arbeit der Landeskoordinatorin auf der Umsetzung der am 22. Januar 2019 vom Kabinett verabschiedeten „Sächsischen Landesstrategie Bildung für nachhaltige Entwicklung“  insbesondere im schulischen Bereich. Diese Strategie wurde in einem dialogischen Prozess unter Beteiligung zivilgesellschaftlicher Organisationen, insbesondere aus dem entwicklungspolitischen Feld, erarbeitet. Diese Akteure sind in der schulischen BNE wichtige Partner, indem sie über ihre fachlichen Beiträge hinaus auf praktischer Ebene dazu beitragen, gesellschaftliches Engagement auszugestalten. Darüber informiert www.bne-sachsen.de. Weitere wichtige Aufgaben der Landeskoordinatorin sind die Zusammenarbeit und Vernetzung  innerhalb des SMK, der Ministerien als auch mit weiteren BNE-Partnern, Steuerung des Netzwerkes der Klimaschulen gemeinsam mit dem Sächsischen Ministerium für Umwelt und Landwirtschaft, Unterstützung von Schulentwicklungsprozessen und Stärkung der BNE durch Mitwirkung in verschiedenen Gremien sowie Informations- und Erfahrungstransfer.

Erste Ergebnisse der Umsetzung der Landesstrategie BNE für den schulischen Bereich liegen bereits vor: das Eckwertepapier Bildung für nachhaltige Entwicklung https://www.schule.sachsen.de/lpdb/ sowie die Anpassung der sächsischen Lehrpläne unter dem Aspekt der BNE. Diese sollen zum Schuljahr 2019/20 implementiert werden.

Kontakt: Magdalena Metzler, magdalena.metzler@smk.sachsen.de, Tel. 0351 564 68612