Wirf mich nicht weg! – Lebensmittel wertschätzen lernen

Jährlich werden ungefähr 11 Mio. Tonnen Lebensmittel weggeworfen, die eigentlich noch zum Verzehr geeignet wären. Über die Hälfte davon stammen von privaten Haushalten. Gegen diese enorme Verschwendung wird mit dem Bildungsprojekt vorgegangen und bei Schulkindern ein entsprechendes Bewusstsein geschaffen. Handlungsorientiert lernen die Grundschüler Lebensmittel richtig zu lagern, woher Lebensmittel kommen und wie lange man diese noch essen kann. Eine Ökotrophologin besucht hierzu bundesweit Grundschulen, um Schülerinnen und Schülern in einer Unterrichtseinheit die Wertschätzung für Nahrungsmittel näherzubringen

Auch Kinder aus Sachsen haben die Möglichkeit, das Projekt „Wirf mich nicht weg!“ kennenzulernen. Um die Kinder einzustimmen, sollen sie zuallererst überlegen, welche Nahrungsmittel sie bereits weggeworfen haben und ob das notwendig war. Danach durchlaufen sie in Gruppen fünf Stationen rund um das Thema Lebensmittelverschwendung: Mit dem Legespiel „Topf oder Tonne“ lernen die Schüler zu entscheiden, ob beispielsweise eine Banane mit braunen Punkten noch gegessen werden kann.

Nach dem Besuch verbleiben die Spiele und Materialien an den Schulen, sodass sich fortlaufend weitere Schulklassen mit dem Thema vertraut machen können und das Thema präsent bleibt. Seit 2015 unterstützt Toppits® das Engagement gegen die Verschwendung. Durch das Sponsoring können die Lernmaterialien produziert und das Projekt bundesweit kostenlos angeboten werden. Über das Regionale Umweltbildungszentrum Hollen e.V. können Lehrer die „Wirf mich nicht weg!“ Unterrichtseinheit buchen und Schulklassen anmelden. 

Durchschnittlich gibt jeder Deutsche über 200 Euro für Lebensmittel aus, die anschließend weggeworfen werden.

Für jedes Lebensmittel, dass produziert wird, werden viele Ressourcen aufgebracht. Transport, Arbeitskraft, Verpackung, Wasser und vieles weitere steckt am Ende der Wertschöpfungskette in unseren Lebensmitteln. Nicht nur das Lebensmittel selber, sondern auch diese Ressourcen landen somit im Müll. Dieser enormen Verschwendung muss entgegengewirkt werden._x000D_

Unsere Lebensmittel werden nicht nur in Deutschland angebaut, sondern weltweit werden Flächen für unsere Lebensmittel besetzt, die der dortigen Bevölkerung nicht zur Verfügung stehen. Auch aus ethischen Gründen ist Lebensmittelverschwendung, vor dem Hintergrund des Hungers in der Welt, zu reduzieren.

Quick-Info

Format Sonstiges
Zielgruppe
außerschulischer Kontext Kinder
Themen Hunger, Ernährungssicherheit und nachhaltige Landwirtschaft, Nachhaltiger Konsum und Produktion, Vielfalt, Partizipation, Menschenrechte
Anfragen

Anbieter-Info

Regionales Umweltbildungszentrum Hollen e.V.

Holler Weg 3527777Ganderkesee

Anbieterprofil