Plastik aus Pflanzen – Lösung des Müllproblems?

Ob Einkaufsbeutel, Wasserflasche oder Fleecejacke - Plastik spielt in vielen Lebensbereichen eine wichtige Rolle. Doch der Werkstoff ist in Verruf geraten: Plastik-Müll und Weichmacher gefährden unsere Umwelt, außerdem ist Erdöl eine endliche Ressource. Eine Lösung scheint Plastik aus Pflanzen zu sein.
In diesem dreistündigen Programm lernen die SchülerInnen Rohstoffe und Herstellung von "Pflanzenplastik" kennen. Sie stellen einen Flummi aus Stärke selbst her und diskutieren Vorteile, Nachteile und alternative Handlungsoptionen.
Durchführung bevorzugt montags oder freitags. Termine bitte rechtzeitig anfragen.

Oberschule

Klasse Oberschule: 
5, 6, 7, 8, 9
Unterrichtsfach Oberschule: 

Gymnasium

Klasse Gymnasium: 
5, 6, 7, 8, 9
Unterrichtsfach Gymnasium: 

Kosten

0,50 Euro pro Schüler*in, 1,50 Euro pro erwachsener Begleitperson
Ökonomische Aspekte: 
Plastik aus Pflanzen wird von der Wirtschaft häufig als innovative, umweltfreundliche Technologie dargestellt. Dieser Aspekt soll im Laufe des Programms von den SchülerInnen hinterfragt werden. Insbesondere in der Station „Entsorgung“ wird zudem auf die Kreislaufwirtschaft (Recycling, Kompostierung) eingegangen.
Ökologische Aspekte: 
Dass Erdöl eine begrenzte Ressource ist, ist den meisten SchülerInnen durch Schule und Medien bewusst. Nachwachsende Rohstoffe werden häufig als Alternative dargestellt, ohne darauf hinzuweisen, dass zum Anbau der Pflanzen ebenfalls begrenzte Ressourcen, wie Boden, nötig sind. Daneben sind auch die Themen Umweltverschmutzung und Abfallvermeidung zur ökologischen Dimension der Thematik zu rechnen.
Soziale Aspekte: 
Plastikmüll ist meist nicht lange ein lokales Problem: Leichte Plastikfolien oder abgeriebene Mikroplastik-Partikel werden teils über weite Strecken verweht und gelangen in Meere und/oder Trinkwasser. Die Folgen der Verschmutzung sind bei uns in Deutschland dank der gut entwickelten Müllentsorgung und der vergleichsweise geringeren Abhängigkeit unserer Ernährung von Fisch und anderen Meeresprodukten oft eher indirekt. Während des Einleitungsteils und in der Stationsarbeit wird versucht, diesen Aspekt dazustellen, um die soziale Dimension des Themas im Sinne der globalen Gerechtigkeit herauszustellen.

Anbieter-Info

Botanischer Garten der TU Dresden
Stübelallee 2
01307 Dresden
Telefon: 03514593185
Anprechpartner/-in:
Frau Anne Göhre